Krankheit und Abschied

Es gibt Situationen, in denen eine Begleitung durch die Gemeinde, bzw. einen der Pfarrer/innen besonders sinnvoll erscheint. Ihre Gemeindepfarrer/innen sind ausgebildet, Ihnen in Situationen von Krankheit und Sterben angemessen zu begegnen, Ihnen zu raten und Sie zu unterstützen. Für solche Fälle gelten auch keine Geschäftszeiten. Die Telefonnummer eines zuständigen Seelsorgers finden Sie zu jeder Zeit unter Tel. 2 38 89 (Anrufbeantworter).

Gerne besuchen wir Sie zu Gesprächen, einem Gebet am Krankenbett oder auch einem Krankenabendmahl. Wir verstehen dieses Angebot als hilfreiche Handlungenbesonders dann, wenn wir merken, dass die eigenen Kräfte zur Bewältigung von Problemen nicht ausreichen. Gerade im Fall einer Beerdigung ist es oft erleichternd, wenn Sie die Personen oder Institutionen vorher kennen gelernt haben.

Informationen und Hilfen zum Thema Bestattung finden Sie auch hier auf der Internetseite der bayerischen Landeskirche.

Unseren Info- Flyer zum Thema Trauer, können Sie hier herunterladen. Darin finden Sie gesammelt nützliche Tipps, Hinweise und Hilfen für den Trauerfall

 

Klinikseelsorge in Erlangen:

Gerade nach Erlangen mit der Universitätsklinik und anderen Krankenhäusern kommen viele Patienten und deren Angehörige. Teilweise von ferne angereist, teils sind sie hier oder in der Umgebung beheimatet.

Die Zeit im Krankenhaus ist oft belastend, nicht nur für die körperliche Konstitution, sondern auch für die Person selbst. Daher ist es gut, dass es neben dem fachlichen Klinikpersonal vor Ort Seelsorger gibt. Auch Seelsorger,  unserer Gemeinde zugehörigarbeiten in der Universitätsklinik, an die Sie sich wenden können. Sie werden Ihnen mit Rat und Tat, und vor allem im Gespräch zur Seite stehen.

Weitere Informationen zur Klinikseelsorge finden Sie auf der Seite der Klinikseelsorge.

Es geschieht im Stillen und oft unbemerkt: Viele Gemeindeglieder machen regelmäßig den Weg zum Neustädter Friedhof. Sie nehmen dort die Gießkannen aus der Halterung, gießen Gräber oder jäten Unkraut. Manchmal ist es einfach ein ruhiger Moment, manchmal ein Augenblick der Erinnerung Mitten in unserer Stadt gibt es diesen besonderen Ort mit einer anderen Zeit und ganz anderen Gesetzen…. Hier treffen sich Zeit und Ewigkeit. Unser Friedhof bietet auch die Möglichkeit, einen Blick in die Stadtgeschichte zu tun. Wir haben denkmalgeschützte Gräber berühmter Bürger und mancher Grabstein erinnert an Lehrer der Universität. Mein liebster Ort sind allerdings zwei kleine und unscheinbare Gräber direkt neben der Friedhofskirche. Es sind die Gräber der Rückertkinder Luise und Ernst, die um die Jahreswende 1834 an Scharlach starben. Friedrich Rückert hat das Sterben seiner Kinder in intensiven Gedichten, den Kindertotenliedern verarbeitet. Jedes Jahr im Januar erleben wir, wie nahe sich Tod und Leben sind: Die 4.Klassen der Rückertschule und Mitglieder des Erlanger Rückertkreises besuchen die Gräber und gedenken mit Liedern und Gedichten des Todestages.

 

Aber dann gelten auch für den Neustädter Friedhof ganz normale Gesetze: Er muss gepflegt und gehegt werden. Gräber und Friedhofsmauern müssen beobachtet und manchmal repariert werden. Löcher in den Wegen müssen gefüllt werden, damit niemand stolpert. Regelmäßig werden auch die Grabstellen geprüft und manche Organisation galt schon der Pflege unserer Friedhofstoiletten. Es gilt ja, diesen für die Stadt so wichtigen Ort auch in der Zukunft zu erhalten. Dies wird von Jahr zu Jahr schwieriger, denn die Sitten um die Bestattung haben sich verändert. Immer öfter werden andere Bestattungsformen, vor allem Urnenbestattungen angefragt, die Zahl der Erdbestattungen nimmt ab. Ein Friedhof finanziert sich aber hauptsächlich durch Grabgebühren, d.h. wir haben zukünftig weniger Geld zur Pflege des Friedhofs zur Verfügung.

Aber dies sind Aufgaben, die wir gerne aktiv anpacken wollen. Wichtig ist dafür, dass möglichst viele Menschen um diesen Ort wissen und seine Bedeutung für unser Gemeinschaftsleben in der Stadt schätzen. In der Gemeinde organisieren wir das in einem Friedhofsausschuss. Hier benötigen wir auch noch Mitarbeit. Der Kirchenvorstand sucht für den Friedhofsausschuss, der die Angelegenheiten des Friedhofs mit plant und regelt (2-3 Sitzungen im Jahr) noch Mitarbeiter!

Und wir suchen Ihre Meinung und Mitarbeit. Sprechen Sie doch den KV und Ihre Pfarrer an. Gerne auf kleine Probleme, Wünsche und überhaupt… wenn wir merken, dass viel Gesprächsbedarf besteht, dann veranstalten wir gerne einen Gemeindeabend zum Thema!

 

Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.

 

Pfarrer Dr. Wolfgang Leyk